Fachsprache, übersetzt.
Internationaler Handel hat seine eigene Sprache: Abkürzungen, Dokumente, Klauseln. Wer sie kennt, verhandelt auf Augenhöhe und vermeidet teure Missverständnisse.
Dieses Lexikon erklärt die Begriffe, die Ihnen in einer Zerdawa-Anfrage am häufigsten begegnen — ohne Juristendeutsch. Für die Lieferklauseln (EXW bis DDP) gibt es eine eigene, ausführliche Seite.
Gruppe 01
Zoll & Dokumente
- HS-Code
- Internationaler Code zur Warenklassifizierung («Harmonized System», HS). Bestimmt Zollsatz und Einfuhrvorschriften — eine falsche Nummer kann eine Sendung aufhalten.
- Ursprungszeugnis
- Dokument, das das Herkunftsland einer Ware nachweist. Grundlage für Zollpräferenzen und manche Einfuhrbestimmungen.
- Handelsrechnung
- Die Rechnung für die Zollabwicklung: Sie deklariert Wert, Menge und Art der Ware und ist Basis der Zollberechnung.
- Packliste
- Detaillierte Auflistung des Sendungsinhalts (Stück, Gewicht, Masse) — hilft Zoll und Logistik bei Kontrolle und Handling.
- Warenverkehrsbescheinigung
- Dokument (EUR.1), das im Rahmen von Freihandelsabkommen den präferenziellen Ursprung belegt und so Zölle reduziert oder aufhebt.
- Präferenzabkommen
- Handelsabkommen zwischen Ländern, das gegenseitig reduzierte oder entfallende Zölle gewährt — bei korrektem Ursprungsnachweis.
Gruppe 02
Logistik & Transport
- Full Container Load
- Ein ganzer Container für eine Sendung (FCL). Wirtschaftlich, sobald die Menge einen Container weitgehend füllt.
- Less than Container Load
- Teilladung (LCL): Mehrere Sendungen teilen sich einen Container. Ideal für kleinere Mengen, die keinen vollen Container füllen.
- Konnossement
- Das Seefrachtdokument (Bill of Lading, B/L): Frachtvertrag, Empfangsbestätigung und Traditionspapier zugleich — es verbrieft das Recht an der Ware.
- Demurrage & Detention
- Gebühren, wenn ein Container im Hafen (Demurrage) oder beim Empfänger (Detention) länger als vereinbart steht. Vermeidbar durch saubere Planung.
- Vor- & Nachlauf
- Der Strassentransport vor dem Hauptlauf (vom Werk zum Hafen) und danach (vom Hafen zum Ziel). Teil jeder durchgängigen Lieferkette.
- Transitzeit
- Die Laufzeit einer Sendung von Abgang bis Ankunft inklusive Vor- und Nachlauf — die Zahl, die für Ihre Planung wirklich zählt.
Gruppe 03
Handel & Zahlung
- Mindestbestellmenge
- Die kleinste Menge (MOQ), die ein Lieferant pro Bestellung akzeptiert. Beeinflusst Stückpreis und Lagerbedarf.
- Akkreditiv
- Zahlungssicherung über die Bank (Letter of Credit, L/C): Die Bank zahlt erst, wenn vereinbarte Dokumente vorliegen — Sicherheit für beide Seiten.
- Proforma-Rechnung
- Vorab-Rechnung ohne Zahlungsaufforderung — dient als verbindliches Angebot und für Zoll-/Genehmigungszwecke vor der Lieferung.
- Vorkasse & Anzahlung
- Zahlung ganz oder teilweise vor Lieferung. Bei neuen Lieferbeziehungen üblich; der Anteil ist Verhandlungssache.
- Zolltarifnummer
- Die nationale Erweiterung des HS-Codes, die den exakten Zollsatz im Einfuhrland bestimmt. Massgeblich für die Verzollung.
Ein Begriff fehlt oder ist unklar? Fragen Sie uns — wir erklären gern, was hinter einer Klausel oder einem Dokument steckt.
